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Der große Umbruch einer verkannten Branche

Der große Umbruch einer verkannten Branche

Moment mal, was war das? Hast du das auch gespürt?

Da war es wieder … unverkennbar …

Es ist wie eine tektonische Verschiebung innerhalb unserer Branche, einer Branche im Wandel.

Der Content-Boom, die Fülle an Austauschplattformen und die daraus resultierende grenzüberschreitende Kommunikation haben das traditionelle Businessmodell der Übersetzungsbranche schon vorher auf den Kopf gestellt. Jetzt beschleunigt auch noch die Pandemie die Digitalisierung in jedem Bereich, von Handel und Finanzen bis hin zu Recht und Medizin. Der Bedarf an mehrsprachigen Medien und Nachrichten wächst.

Das Terrain, das wir so gut zu kennen glaubten, gibt plötzlich unter unseren Füßen nach. Stabiler Boden verwandelt sich in Treibsand. Aber wem oder was stehen wir da wirklich gegenüber?

SlatorCon Remote 2020 zeichnete ein aktuelles Bild der Branche. Wenn du auch weiterhin up to date bleiben willst, lies hier unsere 5 wichtigsten Erkenntnisse zum Wandel in der Übersetzungsbranche.

  1. Während die Tourismus- und Eventbranche hart getroffen wurden, blühen andere Branchen geradezu auf und bieten neue Möglichkeiten für Übersetzer. In der Finanzwelt führten die durch Covid-19 ausgelösten Markterschütterungen zu einem hektischen An- und Verkauf. Alle Läden, die bisher noch keinen hatten, steigen in den E-Commerce ein und richten auf die Schnelle Online-Shops ein, um die gesunkenen Einkaufszahlen zu kompensieren. Allein die gestiegene Aktivität in diesen zwei Branchen bietet neue Möglichkeiten für eilige Übersetzungen und Lokalisierungen, berichtete Florian Faes, Mitbegründer und Geschäftsführer von Slator.
  2. Etwas anderes machte Florian unmissverständlich klar: Maschinelle Übersetzung (MT) ist nicht nur die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart. Mehr als die Hälfte der kleinen bis mittelständischen Unternehmen nutzt sie schon regelmäßig. Auch kostenlose Dienstleister wie Google und DeepL rüsten auf und bieten bessere Qualität und sogar Translation-Management-Systeme. Immer mehr Unternehmen greifen auf maschinelle Übersetzungen durch frei verfügbare Software zurück, um dringend benötigten Content schnell und günstig zu produzieren. Post-Editing wird somit zum begehrten Produkt, das die maschinelle Rohübersetzung in einen sprachlich schönen und spezifischen Text verwandelt.
  3. Maschinelle Übersetzung ist jetzt schon ein unverzichtbarer Teil der Gaming-Industrie. Betrachtet man die schiere Masse an Text, die für jedes Videospiel benötigt wird, ergibt das durchaus Sinn. Die Zeit, die bei der Rohübersetzung eingespart wird, kann nun dafür genutzt werden, Sätze umzuformulieren, um den Textfluss zu verbessern, den spezifischen Spielejargon zu verfeinern und die allgemeine Kreativität des Textes zu steigern. (Podiumsdiskussion mit Tamara Tirjak, Senior Localization Manager bei Frontier Developments, und Cristina Anselmi, Leitung Maschinelle Übersetzung bei Electronic Arts, moderiert von Daniel Finck, Solutions Architect bei Loquatics)
  4. Piotr Misztal, Partner bei Value4Capital, erinnerte uns daran, warum Private-Equity-Gesellschaften liebend gern in Sprachdienstleister investieren. Zum einen garantiert der explosionsartige Anstieg von Content eine stetige Nachfrage nach Sprachdienstleistungen. Zum anderen betrachten diese Firmen Akquisitionen und Konsolidierungen als einen Nettogewinn, wenn es um Investitionen geht, und auch diese Aktivitäten haben in letzter Zeit zugenommen. Jeder Sprachdienstleister, der sich finanziell absichern möchte, sollte an seinem Pitch arbeiten.
  5. Ed Bussey, Gründer und Geschäftsführer von Quill, blieb realistisch: E-Commerce bringt auch kleinere Unternehmen auf die internationale Bühne und somit auch in Konkurrenz mit bedeutenden internationalen Gegenspielern. Welche Geheimwaffe kann dort helfen? Lokalisierung. Verbraucher kaufen eher auf E-Commerce-Webseiten, die nicht nur auf ihre Sprache zugeschnitten sind, sondern auch auf ihren speziellen kulturellen Hintergrund.
    Beispielsweise können die meisten Schweden und Schwedinnen sicherlich gut bei englischsprachigen Online-Shops einkaufen, wahrscheinlicher ist jedoch der Einkauf, wenn der Shop in ihrer Muttersprache verfügbar ist.

Ein Wandel wie dieser kann einschüchternd sein. Er bietet jedoch auch Möglichkeiten, zu wachsen und sich in Richtungen zu entwickeln, die vorher nie in Betracht gezogen wurden. Das ist mehr als nur Wachstum. Das ist Evolution.

Die Branche ist mitten im Umbruch – mit diesen Punkten kennst du nun die wichtigsten Änderungen. Mach was draus!

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